Klaus Eckel

Klaus Eckels Timing ist brutal. Während Kollegen wie Hagen Rether oder Urban Priol die Bremse nicht finden und bei der Schussfahrt durch die Drei-Stunden-Grenze trotz aller Brillanz ermüden, macht der Österreicher nach 100 Minuten Schluss und verzichtet auf Zugaben-Mätzchen ("Ich geh nicht ständig hinter den Vorhang, da kenn ich eh keinen"). Dabei könnte man dem Lachmesse-Preisträger von 2006 viel, viel länger fasziniert und strahlend zuhören, auch am Dienstag im mittelvollen Central Kabarett.
 (Mark Daniel)

Eckel wurde schon mehrfach für sein Arbeiten ausgezeichnet:

2014: Deutscher Kleinkunstpreis - Förderpreis der Stadt Mainz
2010: Deutscher Kabarettpreis
2008: Österreichischer Kabarettpreis
2007: Silberner Stuttgarter Besen
2007: Salzburger Stier 2007
2006: Leipziger Löwenzahn
2005: Deutsches Scharfrichterbeil
2004: Goldener Kleinkunstnagel

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Zuerst die gute Nachricht (ab 2017 in der Schweiz)

Sie sind sicher anders. Sie verwenden regelmäßig Zahnseide, lassen nur fair gehandelten Kaffee in Ihre Tasse rinnen und dehnen sich vorm Morgensport. Ihr Mittagsteller ist stets befreit von Gluten, gesättigten Fettsäuren und Zucker. Sie erdrücken Ihren Partner mehrmals täglich mit Komplimenten und lieben bei Ihren pubertierenden Kindern besonders die spontanen Schreianfälle. Sie vergönnen Ihrem neuen Nachbarn das größere Haus, mit der größeren Garage, in die er gerade seinen neuen SUV parkt. Sie umarmen Migranten und Heimatverbundene gleichzeitig und sind auf die Partei, für die Sie sich bei der letzten Nationalratswahl entschieden haben, nach wie vor stolz. Sie bezahlen jede Sonntagszeitung, parken mit ihrem Auto nie auf dem Gehsteig und wußten bis jetzt nicht, dass man eine Putzfrau auch ohne Rechnung bezahlen kann. Sie spenden für Eisbären, Homöopathen ohne Grenzen und mittlerweile für Volkswagen. Und falls Sie das alles nicht sind: "Welcome to my world!"

"Ich mach mir die Welt, widewide, wie sie mir gefällt"      (Pippi Langstrumpf - schwedische Philosophin)

Weltwundern (ab 2013)

Meeresspiegel steigt - Geburtenrate sinkt - Politiker machtmüde - Bienen sterben - Rettungsgasse stockt - Weltuntergang abgesagt

Über 10'000 Schlagzeilen rattern jedes Jahr durch das menschliche Gehirn. Meistens denkt man sich nur noch: Uff. Ich vermute das Problem ist Folgendes: Die Erde wiegt 5972 Trillionen Tonnen. Das Gehirn 1,3 Kilo. Die ganze Welt passt einfach nicht unter eine Schädeldecke.

Es wird Zeit, das Gehirn auf den Kopf zu stellen.

Was wäre wenn, negative Gedanken dick machen würden? der Neandertaler vor der Keule das iPad erfunden hätte? man sich im Internet ein neues Gewissen kaufen könnte? die Idioten aller Länder ein eigenes Land gründen müssten? beim Pyramidenbau eine Gewerkschaft mitgesprochen hätte? der Sensenmann völlig unerwartet den Löffel abgibt? Diese und viele weitere Gedanken warten ungeduldig darauf, gedacht zu werden. Klaus Eckel widmet sich diesmal ganz dem Staunen und Wundern.

Alles bestens, aber... (bis Ende 2014)

Wenn man alle Glücksratgeber aufeinander stapelt ergibt das einen gigantisch hohen Haufen. Da kommt ja sogar der Mount Everest ins Schwitzen. Viele Menschen versuchen diesen Berg zu bezwingen. Einige kehren erschöpft zurück, andere verwirrt. Eines lässt sich jedoch mit ziemlicher Sicherheit sagen - der Humor wohnt im Tal. Klaus Eckel macht diesmal der Unzufriedenheit eine Liebeserklärung. Aber vorher präsentiere ich noch als Pressetextleserbonus...

Die 8 neuesten goldenen Regeln zum total erfüllten Superleben: 

  1. Wenn du das Ganze nicht verstehst, dann denke Dir Deinen Teil
  2. Bleibe immer am Teppich. Hoffe dass er fliegt
  3. Was die Wut kocht, muss man nicht aufessen
  4. Wer vor Freude an die Decke springt, liegt nachher bewusstlos am Boden
  5. Du musst nicht alles denken, was du sagst
  6. Wer beide Augen zudrückt, kann nicht gleichzeitig aufs Geld schauen
  7. Freu Dich über ein Gedächtnis wie ein Sieb, weil nur dort bleibt Großes hängen
  8. .............................. (Platz für eigene Gedanken)

Ein Abend an dem wir über alles offen reden. Weil so vieles noch gesagt gehört.

Regie: Charly Rabanser 

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Rainer von Arx

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kunstprojekte.ch / next-step gmbH

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