Guy Krneta

Guy Krneta gilt als Wegbereiter einer zeitgenössischen literarischen Mundart. Er erzählt Morgengeschichten auf Radio SRF1 und steht regelmässig als Spoken-Word-Autor auf der Bühne, zusammen mit der Gruppe «Bern ist überall», dem «Hausquartett» mit der stimmvirtuosen Isa Wiss oder verbunden mit dem Rap von Greis und Anna Frey. Aktuell ist er solo oder im Duo mit einem Morgengeschichten Programm, seinen neusten Spoken-Word-Texten oder einem Kurt Marti und Walter Vogt Mundartprogramm unterwegs.

2015    Schweizer Literaturpreis 2015 - für sein Buch "Unger üs"

2012    Prix Suisseculture 2012 - für kulturpolitische Tätigkeiten

 

Webseite des Künstlers

Guy Krneta ist Mitglied auf spoken-word.ch

aktuelles Programm

«Die Perücke» (ab Herbst 2020)

Im Bühnenprogramm zum bewegenden Roman «Die Perücke» führt uns Guy Krneta eine Vielzahl von Theatermenschen vor Augen und zeigt das Theater als Medium der Selbstfindung eines jungen Menschen.
Während das Buch in hochdeutscher Übersetzung kommt, darf der Zuschauer bei den Bühnenauftritten der berndeutschen Originalfassung lauschen.

Für Kleintheater ist ab Herbst 2020 ein spezielles Bühnenprogramm mit Michael Pfeuti am Basseto verfügbar. Für Lesungen tritt Guy Krneta auch solo auf.

Artikel im Tagblatt Sept 2020

 

Morgengeschichten live

Mit Guy Krneta und Michael Pfeuti (b) oder Daniel Woodtli (t).

Seit 2006 schreibt Guy Krneta Morgengeschichten für Radio SRF1. Kurze Erzählungen, die unterhalten und einen oder zwei Gedanken mitgeben in den Tag. Krnetas Geschichten sind witzig, geistreich, skurril, mit Tiefgang. Und brauchen dafür höchstens zwei Minuten.

Das Programm „Churz uflüpfe“ versammelt Guy Krnetas Highlights und mischt sie mit allerneusten Morgengeschichten. Im Zusammenspiel mit Michael Pfeuti am Bassetto wird das Erzählen zum musikalischen Erlebnis, werden aus den Geschichten eigentliche Songs.

 

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modern mundart und spoken word von Kurt Marti und Walter Vogt

Mit Guy Krneta (Mund) und Ruedi Schmid (Art)

Lesung und Konzert. Der Blues der Sprache. Kurt Marti und Walter Vogt haben die modern-mundart-Bewegung der Siebzigerjahre geprägt. Marti mit seiner einprägsam prägnanten Lyrik, Walter Vogt mit seinen improvisatorisch verspielten Texten. Die beiden sind Vorläufer geworden der heutigen Spoken-Word-Szene. Das führen Guy Krneta und Ruedi Schmid virtuos vor, indem sie die Texte nahe an sich heranholen und die Aktualität und formale Radikalität hörbar machen. Da wechseln die musikalischen Stile im vielseitigen Gitarrenspiel Ruedi Schmids. Da steht höherer Blödsinn neben philosophischem Tiefgang. Im Sturm der Sprache, verloren in der Musik. 

Mit seinen Lyrikbänden „rosa loui“ und „undereinisch“ sorgte Kurt Marti Ende der sechziger Jahre für Furore. Seine umgangssprachlichen Gedichte, beeinflusst von der Konkreten Poesie, öffneten Türen für nachfolgende Generationen bis hin zur heutigen Spoken-Word-Bewegung. Auch Walter Vogt war von Martis Lyrik angeregt und verfolgte doch einen ganz anderen Weg. Anknüpfend bei H.C. Artmanns Gedichten im Wiener Vorstadtdialekt, suchte er noch stärker eine lautliche Notierung der Umgangssprache. Während Marti verkürzte und verdichtete, trieb Vogt seine Texte in die improvisatorische Redundanz. Nun liegt Martis umgangssprachliches Werk, inklusive der Texte aus dem Nachlass, zum ersten Mal in einem Buch vollständig vor. Und Vogts Mundarttexte erscheinen überhaupt zum ersten Mal gedruckt in einem Buch mit dem sprechenden Titel „hani xeit“.

Der Band „hani xeit“ von Walter Vogt versammelt unterschiedliche Mundarttexte Vogts. Er zeigt die Breite und Vielfalt seiner Texte, die alle für den mündlichen Gebrauch geschrieben sind: Für eine Veranstaltung im Kellertheater, für den Vortrag am Radio, für Hörspielproduktionen. Anders als Kurt Marti, der seine Texte streng komponiert, aufs Essentielle reduziert, lotet Vogt quasi improvisatorisch die klangliche Redundanz, den Blues der Sprache aus. Mit seinen experimentellen modern-mundart-Texten Ende der Sechzigerjahre ist Walter Vogt zweifellos ein Vorläufer der heutigen spoken-word-Bewegung. Dies demonstrieren Guy Krneta und Ruedi Schmid, indem sie die Texte nahe an sich heranholen und ihre Aktualität und formale Radikalität hörbar machen.

Eigene Webseite www.rosaloui.ch

 

Filetschtück

Auf Wunsch mit Begleitung von Daniel Woodtli (t).

«Es git Türe, wo eim, we me düre geit, gschyder mache. U es git Türe, wo eim, we me düre geit, tümmer mache. U we me wusst, weli Türen eim gschyder machen u weli tümmer, würd me nume dür die Türe düre ga, wo eim gschyder mache

«Filetschtück» ist eine reiche Sammlung von Geschichten, die in den letzten Jahren für die SRF-Sendung «Morgengeschichten» und für Spoken-Word-Auftritte entstanden sind.

So sehr der Erzählfluss, die (Alltags)themen und das Anekdotische auch mitreissen, so stecken in den Geschichten doch immer feine Widerhaken, die uns LeserInnen die Unwägbarkeiten und Widersprüche des Lebens vorführen. Mehr noch: Guy Krneta geht der Sprache und dem Erzählen auf den Grund – wichtig ist nicht nur, was erzählt wird, sondern auch wie geredet wird.

Wir begleiten den Erzähler und seine Figuren zum Kinderarzt, an die Gerichtsverhandlung eines Asylbewerbers, an die Schullesung, zum Mitarbeitergespräch oder ins Altersheim. Wir erfahren von Putzfrauen, CEOs, verlassenen Ehemännern, Flüchtlingen, Kaminfegern, Bankern, Autoren. Dazu gesellen sich Hommagen und Nachdichtungen zu Peter Bichsel, Daniel de Roulet, Robert Walser oder Kurt Marti.

Und immer gehen in diesen Mini-Dramen auf engem Raum Welten auf, die unterhaltsam und nachdenklich zugleich von den sozialen und politischen Realitäten der heutigen Zeit berichten.

Medienunterlagen

Presseberichte

Artikel zu «die Perücke» im Tagblatt - Sept 2020

SRF Schnabelweid - rosa loui, 2016

 

 

„Es ist immer die gesprochene Sprache, der Sprachfluss, das Aneinanderreihen der Wörter und Sätze, das Entlanghangeln der Sprache an der Achse der Zeit, die Krneta erforscht, sowie das Wunder, dass durch Bezüge von der einen zur anderen Textstelle doch Gleichzeitigkeiten entstehen, die eigene Rede sich relativiert, während die Performance voranschreitet.“

(Christine Wyss, Literaturkommission des Kantons Bern)

 

 

 

Medienunterlagen

Hier finden Sie Material für die Gestaltung von Presseberichten und Ankündigungen für die Shows von Guy Krneta.

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